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Herzlich Willkommen!
FÖRMIG heißt das Modellprogramm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Der Bund und zehn Länder arbeiten im Rahmen dieses Projektes gemeinsam daran, sowohl die sprachliche Bildung als auch die schulische und berufliche Integration der Zuwandererkinder zu verbessern.
Programmträger ist das Institut für International und Interkulturell Vergleichende Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Bundesweit stehen für FÖRMIG 13,6 Mio. Euro zur Verfügung.
Das Saarland beteiligt sich seit dem 1. April 2005 an FÖRMIG mit dem Landesprogramm: SIGNAL.
SIGNAL: Miteinander sprechen - füreinander Dasein - voneinander lernen
Sprachförderung und soziale Integration für Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund
SIGNAL will Migrantenkindern in Kindergarten und Grundschule, aber auch ihren Eltern lebensweltnah und frühzeitig helfen, gerade über die enge Verbindung von Sprachförderung und sozialer Integration einen guten Bildungsweg gehen zu können. Soziale Sprachförderung, die Förderung von Schulsprache und Alltagssprache, durch Schule, mit der Schule, aber auch mit vielen Partnern des außerschulischen Umfeldes, ein lebensweltnahes Sprachlernen also, ist der Ansatz.
Im Mittelpunkt stehen die Fördermodule
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"Sprachpaten schenken Zeit": Ehrenamtliche Integrationsbegleitung und Sprachförderung in der Grundschule am Nachmittag
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Familiy Literacy in der Grundschule: Eltern lernen von ihren Kindern in Elternklassen
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Sprachlernen in der Kindertagesstätte: Eltern-Kind-Lerngruppen erobern spielerisch die deutsche Sprache und die Muttersprache
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Partner gesucht - außerschulisches Networking schafft Synergien und hilft in konkreten Situationen
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Kreativwerkstätten, Exkursionen, Sprachspiele, Bewegung, Rhythmus, Tanz: neue Räume für Sprache, Kommunikation und Begegnung eröffnen
Ziel ist es, die deutsche Sprache zu vermitteln und dabei auch ein Bewusstsein für interkulturelle Bereicherung und Verständigung, für ein soziales Miteinander und ein voneinander Lernen zu schaffen, das Eltern und Kinder deutscher und nicht-deutscher Familien gleichermaßen stärkend mit einschließt.
20 Grundschulen und 8 Kindertagesstätten, 500 Kinder, 100 Eltern und 100 Partner aus Schule, KITA und außerschulischem Umfeld sind bisher mit von der Partie. Entwickelt, erprobt und umgesetzt wird "bottom-up", also ganz am Bedarf, den Erfahrungen und dem Entwicklungspotenzial der Basis vor Ort orientiert. Die Erkenntnisse und Ergebnisse fließen in die Entwicklung von neuen Sprachfördermodulen für Migranten ein, die als "Good-Practice-Beispiele" saarland- und bundesweit transferierbar sein werden.
SIGNAL wird von dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen, und Kultur des Saarlandes in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) Landesverband Saarland durchgeführt. Für SIGNAL stehen 1,4 Mio. Euro für 4 Jahre Laufzeit zur Verfügung, die hälftig von Bund und dem saarländischen Kultusministerium finanziert werden.
"Unsere Gesellschaft ist eine Zuwanderergesellschaft. Immer mehr Kinder aus zugewanderten Familien benötigen eine intensive zusätzliche Förderung, um chancengleich gemeinsam mit deutschen Kindern ihren Reichtum an mitgebrachten Kompetenzen entwickeln und leistungsstark einen erfolgreichen Bildungsweg einschlagen zu können. Diesen Kindern eine gute Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, ist mein besonderes Anliegen und eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Es gilt, sie frühzeitig, individuell und intensiv auf neuen Wegen und mit neuen Methoden der sozialen, kulturellen und sprachlichen Integration zu unterstützen. Kinder und Familien in einer kindgerechten Welt stark machen - das ist unser Ziel.
Mit SIGNAL setzen wir ein weiteres Zeichen für mehr Integration und Chancengerechtigkeit über eine integrierte und sozial vernetzte Sprachförderung und eine gelungene Partnerschaft in Bildung, Betreuung und Erziehung."
Annegret Kramp-Karrenbauer
Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur
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